Lampen bauen

Lampen bauen ist nichts anderes als Romane schreiben. Erst kommt die Notwendigkeit, dann die Idee. Wildes Gedankensammeln. Die Planung. Die Suche nach geeignetem Material, da draußen, unter diesen seltsamen Menschen. (Hier handelt es sich um Guhl Blond Shampoo aus einem Rossmann-Etablissement.)

Und an einem mehr oder weniger langen Nachmittag (oder an zwanzig) baut man alles zusammen. Schön ist’s, wenn es genau so funktioniert, wie man sich das ausgemalt hat, lehrreich, wenn es das nicht tut und man den MacGyver in sich suchen muss. Anschließend erfolgt das Feintuning, das Geradeschieben. Der eine oder andere Gast kommt herein und sagt verblüfft „Oh!“ oder entsetzt „Oh!“, und man zupft noch ein bisschen hier und da. Fertig.

Mit meinem Roman möchte ich auch mal an die Stelle kommen, an der die Chose hängt und stimmt und nichts mehr dran zu rütteln ist, jedenfalls nicht ohne Leiter. Zur Zeit sitze ich, nachdem alle Verständnisfragen abgearbeitet sind, an Detailkorrekturen, gehe das Feedback meiner Testleser Seite um Seite durch, verstehe, wie recht sie haben, und bin dankbar.

Update: Die Lampe ist inzwischen heruntergefallen. Aber ich weiß, warum, und nehme die Sache mit der Befestigung beim nächsten Mal ernster.