Adventskalender, 24. Tag

Kugel© angela temming

Liebe Leser,

heute gewinnt ihr kein Buch. Heute wünsche ich euch einen schönen friedlichen, entspannten, ruhigen Weihnachtsabend im Kreise angenehmer Menschen. Möge das neue Jahr für euch ein erquickliches werden. Erfindet genug Unsinn, verschönert die Welt, seid gesund, kommt wieder zu mir, schreibt und lest, verlasst den eigenen Sumpf, begeistert andere, küsst, lasst euch nicht von Idioten beeinflussen oder ärgern – und macht endlich das, wozu ihr in diesem Jahr keine Zeit hattet.

Carpe dings, ihr wisst schon. Bloß ohne banal.

Für mich war es ein saugutes Jahr, und ich möchte mich an dieser Stelle bei euch bedanken. Danke, dass noch niemand meine Lesungen vorzeitig verlassen hat, danke, dass ihr mich unterstützt, mein Blog lest und die E-Books kauft, danke für aufbauendes und ausgesprochen freundliches Feedback. Es lässt mich weitermachen und vielleicht klappt es doch noch, mit meinem Romanmanuskript die Seele eines Lektors zu berühren oder ihm zumindest das Gefühl zu geben, größere Geldscheine seien untrennbar mit mir verknüpft.

Danke auch dem Herrn Fitz und meinen Mörderischen Schwestern, welche mich in diesem Jahr in die Öffentlichkeit gezerrt und mir unterstützend ein Lesetraining ermöglicht haben.

Zum Schreiben bin ich in den letzten Wochen kaum gekommen; anscheinend brauche ich den Druck durch anstehende Lesungen. („Ich habe dich im Oktober drei Mal eingetragen, Angela“ führte zu drei neuen Kurzgeschichten. Ich möchte nicht immer wieder dasselbe vorlesen.) Der Fitz, der olle Menschenfreund, hat es mir letztes Jahr im Oktober gesagt, als ich eigentlich nicht seiner Einladung ins 4010 nachkommen wollte (Ich? Lesen? Vor Publikum?): „Du wirst hinterher nie wieder etwas anderes machen wollen. Man wird dich von der Bühne ziehen müssen.“ Es hat was. Auf jeden Fall, es hat was. Danke, dass ich das jetzt weiß.