Schon seit zwei Jahren läuft mein Hirn über Madeira

pico do arieiroVier Stunden Flug in den Frühling. Einer der anstrengendsten (wenn Kinder Kurven und Berge hassen) und doch beeindruckendsten Urlaube. Der Berliner, von Natur aus wetterfühlig, schätzt zunächst die ungewohnt warmen Januartage. Vier langwierige Bronchialinfekte wurden geheilt, Tunnel lieben gelernt, ebenso Eidechsen, Regen und Treppen. Aus den vielen Levada-Wanderwegen sucht man sich die passendsten aus, je nach Kondition und Alter. Und am Pico do Arieiro schickt man das Auto mal eben über die Wolken, steigt aus und wandert noch ein bisschen von Gipfel zu Gipfel, oft mit Festhalten.

Wer den Touristen entgehen möchte, verzieht sich in die Hochebene oder an die Südwestküste in eines der Fischerdörfer, die früher nicht ans Verkehrsnetz angeschlossen waren. Im Norden wartet die sagenhaft wilde schmale Küstenstraße, auf der man (Richtung Westen) ab und an vorsichtig (Touristen) fahren darf – unter Wasserfällen durch und, dank behördlicher Einsicht, inzwischen ohne Gegenverkehr. Den hatten wir auf dem Weg ins Curral das Freiras, wo sogar noch Busse verkehren und bei Bedarf zurückstoßen, ohne – absolut faszinierend – in den Abgrund zu stürzen.

Ein ständiges Auf und Ab und Durch und Drüber, diese Insel.

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