Eine Woche ohne Nutella

Wie schreibe ich’s? Eine Woche ohne sitzen – oder ohne Sitzen? Sitzen ist ein Verb, oder? Ich würde es klein schreiben. Oder nicht? Eine Woche ohne (das) Sitzen? Hm. Sonst schaue ich immer bei canoo nach, wenn ich unsicher bin. Aber hier, wonach soll ich suchen? Mit „ohne“ alleine komme ich nicht weiter.

Diese Unsicherheit beschert mir nun einen Ausflug zu Google, der mir Sonderliches offenbart. Man gebe ein „eine Woche ohne“ und sehe, was dem Internetmenschen lieb und teuer ist. Worauf möchte er einmal verzichten? Was stellt er sich besonders grausam vor? Worunter wird er grässlich leiden?

Eine Woche ohne Handy, ja, das wird problematisch. Eine Woche ohne StudiVZ, machbar, ohne dass man seelisch hungert. Eine Woche ohne Alkohol?, fragt Google. Praktiziere ich seit etwa fünf Jahren wegen der vielen Babys, also habt euch nicht so, wer eine Woche nicht schafft, der schafft auch keine Stunde.

Eine Woche ohne Zucker, meint jemand. Wäre undenkbar, schließlich ist die fiese Freude überall drin, selbst im Brot. Eine Woche ohne Internet, das hatte ich schon mal, sechs Wochen lang, als ich 1&1 verließ. In den anschließenden Jahren ohne 1&1 fehlte mir nichts mehr. Eine Woche ohne Eltern zuhause, als Sechzehnjährige, das ist herrlich und bedarf keines Mutes, sondern nur eines Talentes zur Schauspielkunst: Macht euch keine Sorgen, ich bin doch vernünftiger als alle Kinder von „Unsere kleine Farm“.

Eine Woche ohne Computer, eine Woche ohne Sport (oder gleich ein Leben lang), eine ohne Fernseher, eine ohne Strom, ja, so viel, worauf man doch nur schwer verzichten würde. Und hier, für mich unvorstellbar, weil der Mann täglich zupft: eine Woche ohne Bass.

Was wäre eure Woche ohne…? Was würdet ihr euch hinterher stolz im Kalender anstreichen? Oder mit Tränen bis zum Knie? Damals, in der Woche ohne Sex? Ohne fließend Wasser? Ohne Twitter? Ohne Zahnpasta?